Die Botschaft auf der Sage Partner 2011 war eindeutig: Sage erweitert das Lizenzmodell in Richtung Cloud, und zwar in allen Produktlinien. Während man bereits im Bereich HR mit dem Produkt einfach-lohn Erfahrungen gesammelt hat, will man nun auch die Office Line in der Cloud anbieten. Das neue Produkt wird unter dem Namen "Office Line 365" angeboten werden. Dabei soll jedoch die hohe Anpassbarkeit, welches das Argument für den Einsatz der Office Line schlechthin ist, beibehalten werden. Sage bietet daher als Cloud-Lösung eine auf einem Terminal Server gehostete Office Line an. Im Grunde handelt es sich dabei um die "normale" Office Line, wie sie auch bei kundeneigenen Terminalservern im Einsatz ist. Neu ist jedoch das Preis- bzw. Lizenzmodell: Während man für den Einsatz auf eigener Hardware eine Lizenz kaufen muss, lautet das Schlagwort für die Cloud-Lösung "Subscription". Bereits unter 100 Euro pro Benutzer und Monat soll in Zukunft eine Office Line Warenwirtschaft und Finanzbuchhaltung nutzbar sein. Die Lizenz geht dabei nicht in den Besitz des Anwenders über, sondern es wird ein für die Vertragslaufzeit zeitlich beschränktes Nutzungsrecht eingeräumt. Ein Hostingpartner kümmert sich dabei um die technisch Realisierung. Schließt ein Kunde nun einen Nutzungsvertrag mit Sage ab, so werden vordefinierte Templates verwendet, um schnell und unkompliziert die gewünschte Lösung anbieten zu können. Damit ist eine Office Line praktisch in wenigen Stunden einsatzbereit.
Vorteile
Ein wesentlicher Vorteil der gehosteten Lösung ist die Unabhängigkeit von eigener Hardware: Die Anwendung läuft praktisch auf jedem PC oder Mac. Die Serverinstallation entfällt, für die Verfügbarkeit, Datensicherheit und die Datensicherung sorgt ein Hochleistungs-Rechenzentrum, das 7 Tage die Woche rund um die Uhr zur Verfügung steht. Aufgrund der Kompatibilität zu den konventionellen Installationen ist es auch in den meisten Fällen problemlos möglich, Addons von Fachhändlern einzusetzen. Meine Firma intellicon GmbH war beispielsweise an einer Pilotinstallation beteiligt, bei der unsere Amazon-Schnittstelle auf einem Cloudsystem installiert und erfolgreich eingesetzt wurde. Die dazu verwendete "Multi-Shop-Schnittstelle" musste trotz neuer technischer Umgebung nicht angepasst werden, sondern konnte sofort eingesetzt werden.
Das Kümmern um Softwareupdates, die Pflege und Wartung von Hardware und Datenbank, das Aufrüsten von Servern und Festplatten - all dies entfällt.
Nachteile
Hardwareabhängige Zusatzfunktionen können bei einer gehosteten Lösung unter Umständen zu Problemen führen. Davon dürften allerdings die meisten Installationen nicht betroffen sein, da eine kaufmännische Software in der Regel keine Maschinensteuerung übernimmt. Für die Anbindung von lokaler Hardware (wie etwa Zeiterfassungsgeräten) muss eine Lösung gefunden werden, mit der eine Anbindung über Internet realisiert werden kann. Im vorgenannten Pilotprojekt war es allerdings möglich, beispielsweise ein Kassensystem einschließlich Ansteuerung der Kassenschublade ohne Sonderentwicklung umzusetzen. Bei langsamen oder nicht störungsfreien Internetanbindungen ist möglicherweise auch davon abzuraten, eine im Internet gehostete Lösung einzusetzen.
Fazit
Die Office Line 365 bietet die Chance, unkompliziert und schnell eine professionelle Warenwirtschaft und Finanzbuchhaltung einzusetzen. Dies kann ohne Hardwareinvestitionen und aufwändige Konfiguration des lokalen Netzwerkes erfolgen. Sicher mag der eine oder andere seine Bedenken haben, was die Speicherung von Unternehmensdaten in der Cloud angeht. Die langjährige Erfahrung des Rechenzentrums dürfte allerdings eine höhere Datensicherheit gewährleisten, als dies bei einem lokalen Netzwerk der Fall ist. Speziell für dezentral arbeitende Unternehmen, aber auch für alle, die sich um die eher lästige Pflege von Hard- und Software nicht mehr kümmern möchten, ist die Office Line 365 eine Chance für eine sorgenfreie Zukunft. Daher meine Empfehlung zur Office Line 365: "Kaufen".
Samstag, 19. November 2011
Mittwoch, 31. August 2011
Office Line 2012 erscheint im Juni 2011
Man durfte gespannt sein, und jetzt ist es soweit: Seit Juni 2011 wird die neueste Version der Sage Office Line, die Evolution 2012, ausgeliefert. Während man seit 2009 auf Access 2007 als Framework für das Frontend gesetzt hat, steht jetzt der Wechsel zu Access 2010 an. Bedingt durch diese Umstellung mussten zahlreiche Änderungen am Code vorgenommen werden, was die Gelegenheit bot, sich dem Thema Performance speziell am Frontend anzunehmen. Nicht ohne Erfolg: Der Belegdruck konnte selbst gegenüber der bereits vor wenigen Monaten verbesserten Version 5.1.4 noch einmal deutlich verbessert werden, so dass der Druck eines Beleges noch einmal um 30% schneller wird. Die Änderung hat allerdings leider auch zur Folge, dass Anpassungen am Print-Addin ggf. in der Version 2012 erneut durchgeführt werden müssen. Das Öffnen von Formularen wurden ebenfalls beschleunigt: Die Belegerfassung startet jetzt um 25% schneller, und bei einigen Stammdatenformularen konnten Verbesserungen um den Faktor 2 erreicht werden. Die Verbesserungen konnten erreicht werden, weil man das Laufzeitverhalten von Access unter die Lupe genommen hat, und Performancefresser konsequent eliminiert hat.
Da Start und Bedienung von Office 2010 ohnehin schneller und flüssiger vonstatten geht, als dies bei Office 2007 der Fall war, empfindet man die neue Version insgesamt als angenehmer - das zähe Laufzeitverhalten ist nahezu verschwunden.
Technologisch fallen zwei bedeutende Änderungen ins Auge:
1. Das Aufgabencenter und das Control Center wurden verbessert und ausgebaut. Für den Benutzer sind so beispielsweise kombinierte Chart-Listen-Darstellungen möglich. Technologisch greift das Control Center nun nicht mehr direkt auf die Daten zu, sondern über einen "Realtime Data Service" auf den Applikationsserver. Das dürfte auch die Zukunftstechnologie für neue Clients (z.B. für mobile Geräte) sein.
2. Der Applikationsserver wird nun standardmäßig mit installiert und ist die Verbindung des Controlcenter-Frontends zu Daten und Geschäftsprozessen. Die wesentliche Neuerung dabei ist, dass das Controlcenter nun nicht mehr nur Daten Darstellen kann, sondern auch Ergebnisse aus Geschäftsprozessen. So können beispielsweise auch GuV- und Bilanzkennzahlen wie Gesamtleistung, Gewinn, Anlagevermögen etc. in Listen und Auswertungen des Control Centers einfließen. Auch die Entwicklung eigener Geschäftsprozesse ist möglich, so dass im Control Center auch diese berechneten Werte dargestellt werden können.
Sage geht somit einen deutlichen Schritt in Richtung 3-Tier-Architektur und trennt Daten, Präsentation und Geschäftsprozesse in technisch separate Einheiten.
Damit ist der Weg offen für neue Entwicklungen wie Webclients, welche via SOAP oder REST mit den Geschäftsprozessen des Applikationsservers kommunizieren können. Eine Office Line auf dem iPhone ist nun nicht mehr allzu fern.
Währungen sind jetzt mandantenabhängig
Bislang wurden Währungen und demzufolge auch die Umrechnungskurse mandantenübergreifend gespeichert. Die mandantenabhängige Speicherung ab der Version 2012 ermöglicht es, unterschiedliche Kurse in den einzelnen Mandanten anzulegen und zu verwenden.
Lohnt sich die Umstellung?
Wer mit der Office Line Evolution 2011 aktuell zurecht kommt, wird sich fragen, ob eine Umstellung sinnvoll und notwendig ist. Diese Frage stellt sich zwar bei jedem Versionswechsel, aber bei den großen Updates, die auch ein Access Versionswechsel beinhalten, besonders.
Allgemein kann man die Frage nicht beantworten. Dennoch würde ich eine Umstellung dann empfehlen, wenn sich der Anwender die Nutzung von Controlcenter und Aufgabencenter vorgenommen hat. Die deutlichen Vorteile in der Version 2012 rechtfertigen meiner Einschätzung nach die Umstellung durchaus, insbesondere wenn man eine eventuell geplante Programmierung mit diesen Tools anstelle proprietärer Programmierung in Addins realisieren kann. Eine Liste im Controlcenter ist weitgehend updatesicher, während ein Addin mit jedem Release umgestellt und teilweise neu programmiert werden muss. Wer das nicht vor hat, sollte sich den geigneten Zeitpunkt für eine Umstellung gut überlegen. Wirklich neue Funktionalitäten, wie z.B. die Einführung neuer Addins oder neuer zentraler Funktionen sind nicht umgesetzt worden. Der Funktionsumfang dürfte im Wesentlichen gleich sein und sich nur gering unterscheiden. Das Risiko einer frühen Umstellung und ggf. die Inkaufnahme von Betriebsausfällen im Rahmen der Umstellung ist kaum vertretbar, wenn man die neuen Funktionen nicht zwingend braucht oder will. Kleine Installationen können durchaus durch die kostengünstige Möglichkeit, mit dem Aufgabencenter oder Controlcenter prozessunterstützende Funktionen abzubilden profitieren, bei größeren Installationen ist meines Erachtens aber durchaus noch anzuraten, nicht sofort und übereilt ein Umstellungsprojekt in Angriff zu nehmen.
Fazit
Insgesamt ist die Office Line 2012 eine rundum gelungene, technisch erneuerte Office Line. Das flüssige Laufzeitverhalten sorgt für mehr Spaß beim Arbeiten, und die Technologie bietet die Basis für interessante Erweiterungen. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Anwendung stabil und ausreichend bugfrei ist, um bei Neuinstallationen direkt mit dieser Version zu starten.
Also von meiner Seite aus: Alles ok - viel Erfolg für Sage, Partner und Anwender.
Da Start und Bedienung von Office 2010 ohnehin schneller und flüssiger vonstatten geht, als dies bei Office 2007 der Fall war, empfindet man die neue Version insgesamt als angenehmer - das zähe Laufzeitverhalten ist nahezu verschwunden.
Technologisch fallen zwei bedeutende Änderungen ins Auge:
1. Das Aufgabencenter und das Control Center wurden verbessert und ausgebaut. Für den Benutzer sind so beispielsweise kombinierte Chart-Listen-Darstellungen möglich. Technologisch greift das Control Center nun nicht mehr direkt auf die Daten zu, sondern über einen "Realtime Data Service" auf den Applikationsserver. Das dürfte auch die Zukunftstechnologie für neue Clients (z.B. für mobile Geräte) sein.
2. Der Applikationsserver wird nun standardmäßig mit installiert und ist die Verbindung des Controlcenter-Frontends zu Daten und Geschäftsprozessen. Die wesentliche Neuerung dabei ist, dass das Controlcenter nun nicht mehr nur Daten Darstellen kann, sondern auch Ergebnisse aus Geschäftsprozessen. So können beispielsweise auch GuV- und Bilanzkennzahlen wie Gesamtleistung, Gewinn, Anlagevermögen etc. in Listen und Auswertungen des Control Centers einfließen. Auch die Entwicklung eigener Geschäftsprozesse ist möglich, so dass im Control Center auch diese berechneten Werte dargestellt werden können.
Sage geht somit einen deutlichen Schritt in Richtung 3-Tier-Architektur und trennt Daten, Präsentation und Geschäftsprozesse in technisch separate Einheiten.
Damit ist der Weg offen für neue Entwicklungen wie Webclients, welche via SOAP oder REST mit den Geschäftsprozessen des Applikationsservers kommunizieren können. Eine Office Line auf dem iPhone ist nun nicht mehr allzu fern.
Währungen sind jetzt mandantenabhängig
Bislang wurden Währungen und demzufolge auch die Umrechnungskurse mandantenübergreifend gespeichert. Die mandantenabhängige Speicherung ab der Version 2012 ermöglicht es, unterschiedliche Kurse in den einzelnen Mandanten anzulegen und zu verwenden.
Lohnt sich die Umstellung?
Wer mit der Office Line Evolution 2011 aktuell zurecht kommt, wird sich fragen, ob eine Umstellung sinnvoll und notwendig ist. Diese Frage stellt sich zwar bei jedem Versionswechsel, aber bei den großen Updates, die auch ein Access Versionswechsel beinhalten, besonders.
Allgemein kann man die Frage nicht beantworten. Dennoch würde ich eine Umstellung dann empfehlen, wenn sich der Anwender die Nutzung von Controlcenter und Aufgabencenter vorgenommen hat. Die deutlichen Vorteile in der Version 2012 rechtfertigen meiner Einschätzung nach die Umstellung durchaus, insbesondere wenn man eine eventuell geplante Programmierung mit diesen Tools anstelle proprietärer Programmierung in Addins realisieren kann. Eine Liste im Controlcenter ist weitgehend updatesicher, während ein Addin mit jedem Release umgestellt und teilweise neu programmiert werden muss. Wer das nicht vor hat, sollte sich den geigneten Zeitpunkt für eine Umstellung gut überlegen. Wirklich neue Funktionalitäten, wie z.B. die Einführung neuer Addins oder neuer zentraler Funktionen sind nicht umgesetzt worden. Der Funktionsumfang dürfte im Wesentlichen gleich sein und sich nur gering unterscheiden. Das Risiko einer frühen Umstellung und ggf. die Inkaufnahme von Betriebsausfällen im Rahmen der Umstellung ist kaum vertretbar, wenn man die neuen Funktionen nicht zwingend braucht oder will. Kleine Installationen können durchaus durch die kostengünstige Möglichkeit, mit dem Aufgabencenter oder Controlcenter prozessunterstützende Funktionen abzubilden profitieren, bei größeren Installationen ist meines Erachtens aber durchaus noch anzuraten, nicht sofort und übereilt ein Umstellungsprojekt in Angriff zu nehmen.
Fazit
Insgesamt ist die Office Line 2012 eine rundum gelungene, technisch erneuerte Office Line. Das flüssige Laufzeitverhalten sorgt für mehr Spaß beim Arbeiten, und die Technologie bietet die Basis für interessante Erweiterungen. Erste Erfahrungen zeigen, dass die Anwendung stabil und ausreichend bugfrei ist, um bei Neuinstallationen direkt mit dieser Version zu starten.
Also von meiner Seite aus: Alles ok - viel Erfolg für Sage, Partner und Anwender.
Donnerstag, 4. März 2010
Sie ist da: Die Sage Office Line 2011
Naja, fast. "Eigentlich" ist die 2011 eine optisch aufgemotzte 2010er Version. Die Office Line Evolution 2011 basiert auf der gleichen Technologie wie ihr Vorgänger (Access 2007, .Net 3.5 etc.), ergänzt um das neue Control Center. Dieses besteht im Wesentlichen aus einem Formular, das jetzt an die Stelle der leeren, freien Fläche bei Start der Office Line getreten ist. Darauf lassen sich Elemente platzieren, von denen es derzeit vier verschiedene Typen gibt (Listen, Links (=Funktionen), Webseiten und Charts).
Das Control Center bietet dadurch einen relativ einfachen Zugang zu Daten unterschiedlicher Art:
Listen: Hier können Daten aus der Office Line, auch mit hinterlegten Funktionen wie "Beleg bearbeiten" angezeigt werden
Webseite: Hier können RSS-Feeds kompakt oder ausführlich, aber auch Webseiten dargestellt werden. Ein Problem sind derzeit noch Seiten mit Flash, da diese sehr rechnerlastiges Verhalten zeigen und eine CPU durchaus zum Erliegen bringen können.
Charts: Damit lassen sich Office Line Daten grafisch darstellen.
Was auf den ersten Blick etwas nutzlos erscheint (yet another Chef-Info...), erweist sich jedoch im täglichen Gebrauch als interessante Ergänzung.
Beispielsweise zeigt eine Liste die zuletzt aufgerufenen Funktionen an. Man muss sich also nicht mehr seine Favoriten zusammenstellen, sondern findet eine dynamische Liste der zuletzt benutzten Funktionen. Eine soche Funktionsliste lässt sich auch manuell zusammenstellen und wahlweise auch in Schaltflächenoptik anzeigen: Durch Icons erhält man so ein Mini-Regiezentrum mit sehr einfachem Zugang zu den wichtigsten Funktionen.
Manche Listen aktualisieren sich dynamisch: Beispielsweise kann man die Liste der offenen Angebot stündlich oder täglich aktualisieren lassen. Im Tagesgeschäft behält man so den Blick auf die aktuelle Angebots- und damit Auftragspotenzial-Situation.
Das Control-Center ist technisch eine .NET Entwicklung, die eine eigene Datenzugriffs-Schicht hat. So kann das Control-Center auch innerhalb anderer Anwendungen laufen und ist im Grunde unabhängig von der Sage Office Line. Im momentanen Ausbau hat es allerdings noch massive Grenzen: Basisfunktionen wie eine einfache Übergabe einer Liste in eine Datei, an Excel oder auch den Ausdruck der Liste ist derzeit nicht möglich, aber laut Sage Entwicklung auf der Wunschliste, wie zahlreiche weitere Funktionen auch. Hoffen wir, dass es nicht wie so oft beim frommen Wunsch bleibt.
Für die Anwender mag das Control Center ein "Spielzeug" sein, denn verlangt hat es eigentlich niemand. Oder haben Sie es vermisst? Da wären sicher andere Funktionen eher an der Reihe.
Dennoch zeigt es, was mit .NET möglich ist und vermittelt einen Eindruck, wie eine zukünftige Oberfläche aussehen könnte- mit der ganzen Power der Möglichkeiten unter .NET. Man darf also gespannt sein, was in Zukunft noch alles geboten wird.
An der Kernfunktionalität hat sich nichts Wesentliches geändert. Die Neuerungen, die man in einem gleichnamigen Dokument auf der CD findet, weisen lediglich Funktionsabrundungen und die Beseitigung von Unzulänglichkeiten einzelner Detailfunktionen auf. Sage hat also die 2011er Version im Grunde dazu genutzt, Know-How in neuer Technologie zu erlangen und zu integrieren und die Fachhändler wie Endkunden nicht mit unnötigen Update-Arbeiten zu belästigen.
Das gibt Zeit, sich mit der neuen Technologie zu befassen, Partnerlösungen zu stabilisieren und auszubauen, und Invesitionen in notwendige Erweiterungen zu ermöglichen, statt im Nachziehen von Versionsupdates. Eine insgesamt gesehen positiv zu bewertende Entscheidung, zu der man den Entscheidungsträgern von Sage durchaus gratulieren kann.
Das Control Center bietet dadurch einen relativ einfachen Zugang zu Daten unterschiedlicher Art:
Listen: Hier können Daten aus der Office Line, auch mit hinterlegten Funktionen wie "Beleg bearbeiten" angezeigt werden
Webseite: Hier können RSS-Feeds kompakt oder ausführlich, aber auch Webseiten dargestellt werden. Ein Problem sind derzeit noch Seiten mit Flash, da diese sehr rechnerlastiges Verhalten zeigen und eine CPU durchaus zum Erliegen bringen können.
Charts: Damit lassen sich Office Line Daten grafisch darstellen.
Was auf den ersten Blick etwas nutzlos erscheint (yet another Chef-Info...), erweist sich jedoch im täglichen Gebrauch als interessante Ergänzung.
Beispielsweise zeigt eine Liste die zuletzt aufgerufenen Funktionen an. Man muss sich also nicht mehr seine Favoriten zusammenstellen, sondern findet eine dynamische Liste der zuletzt benutzten Funktionen. Eine soche Funktionsliste lässt sich auch manuell zusammenstellen und wahlweise auch in Schaltflächenoptik anzeigen: Durch Icons erhält man so ein Mini-Regiezentrum mit sehr einfachem Zugang zu den wichtigsten Funktionen.
Manche Listen aktualisieren sich dynamisch: Beispielsweise kann man die Liste der offenen Angebot stündlich oder täglich aktualisieren lassen. Im Tagesgeschäft behält man so den Blick auf die aktuelle Angebots- und damit Auftragspotenzial-Situation.
Das Control-Center ist technisch eine .NET Entwicklung, die eine eigene Datenzugriffs-Schicht hat. So kann das Control-Center auch innerhalb anderer Anwendungen laufen und ist im Grunde unabhängig von der Sage Office Line. Im momentanen Ausbau hat es allerdings noch massive Grenzen: Basisfunktionen wie eine einfache Übergabe einer Liste in eine Datei, an Excel oder auch den Ausdruck der Liste ist derzeit nicht möglich, aber laut Sage Entwicklung auf der Wunschliste, wie zahlreiche weitere Funktionen auch. Hoffen wir, dass es nicht wie so oft beim frommen Wunsch bleibt.
Für die Anwender mag das Control Center ein "Spielzeug" sein, denn verlangt hat es eigentlich niemand. Oder haben Sie es vermisst? Da wären sicher andere Funktionen eher an der Reihe.
Dennoch zeigt es, was mit .NET möglich ist und vermittelt einen Eindruck, wie eine zukünftige Oberfläche aussehen könnte- mit der ganzen Power der Möglichkeiten unter .NET. Man darf also gespannt sein, was in Zukunft noch alles geboten wird.
An der Kernfunktionalität hat sich nichts Wesentliches geändert. Die Neuerungen, die man in einem gleichnamigen Dokument auf der CD findet, weisen lediglich Funktionsabrundungen und die Beseitigung von Unzulänglichkeiten einzelner Detailfunktionen auf. Sage hat also die 2011er Version im Grunde dazu genutzt, Know-How in neuer Technologie zu erlangen und zu integrieren und die Fachhändler wie Endkunden nicht mit unnötigen Update-Arbeiten zu belästigen.
Das gibt Zeit, sich mit der neuen Technologie zu befassen, Partnerlösungen zu stabilisieren und auszubauen, und Invesitionen in notwendige Erweiterungen zu ermöglichen, statt im Nachziehen von Versionsupdates. Eine insgesamt gesehen positiv zu bewertende Entscheidung, zu der man den Entscheidungsträgern von Sage durchaus gratulieren kann.
Mittwoch, 10. Februar 2010
Gemischte Umsatzsteuersätze in Stücklisten - ein Lösungsansatz
Wer Lebensmittel oder andere steuerbegünstigte Artikel verkauft und gleichzeitig Stücklisten verwendet, kennt das Problem: Die Office Line berechnet die Mehrwertsteuer basierend auf dem Steuersatz, der der Stückliste zugeordnet ist, unabhängig von der Besteuerung der Bestandteile.
Die mehr oder weniger offizielle Empfehlung dazu lautet: Verwenden Sie den Steuersatz, dessen größter Anteil in der Stückliste enthalten ist.
Beispiel: Eine Stückliste "Mittagessen" enthält eine Schnitzel und eine Cola, zusammen für 8 Euro zzgl. MWSt. Wenn man davon ausgeht, dass das Schnitzel einen "normalen" Verkaufspreis von 5 Euro, die Cola 3 Euro hätte, so würde man der Empfehlung folgend der Stückliste "Mittagessen" den Steuersatz des Schnitzels, hier also 7% zuordnen.
Ein Imbiss, der nun ausschließlich solche oder ähnliche Menüs anbietet, hätte damit quasi durchgehend 7% Mehrwertsteuer, da die Lebensmittel in der Regel einen höheren Wert als die Getränke haben. Es beschleicht einem ein gewissen Unbehagen und der Gedanke, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann.
Mittlerweile sind auch Fälle bekannt, in denen die Finanzbehörden und Wirtschaftsprüfer diese Handhabung beanstanden. Typischerweise werden Stücklisten nämlich so konfiguriert, dass der niedrigere Steuersatz gerade überwiegt. Dem Fiskus entgeht so je nach Firmengröße ein erheblicher Betrag an Steuereinnahmen.
Wie kann man dieses Problem nun beheben?
Ein Anruf bei der Hotline ergab folgende Vorgehensweise: Verwenden Sie keine Stücklisten oder akzeptieren Sie die vorgenannte Regelung.
Die bessere Alternative ist es, eine Mehrwertsteuerkorrektur vorzunehmen.
Das kann über zwei Zuschlagsarten erfolgen, die im Fuß des Beleges eingetragen werden.
Nehmen wir noch einmal unser Beispiel: Schnitzel für 5 Euro, Cola für 3 Euro.
Die korrekte Summenbildung wäre:
Die Office Line würde allerdings 8 Euro + 7% = 8,56 Euro ausweisen.
Solange das Finanzamt die Nachzahlung der falsch berechneten Mehrwertsteuer nicht verlangt, ist alles ok; letztlich wäre aber im Falle einer Nachzahlung das Unternehmen dafür verantwortlich.
Wie können Sie das Problem nun lösen?
Legen Sie zwei Zuschlagsarten an: "MWSt-Korrektur 7%" und "MWSt-Korrektur 19%"
Die Zuschlagsart "MWSt-Korrektur 7%" enthält einen Artikel "MWSt-Korrekturartikel 7%", der mit ermäßigtem Steuersatz (Steuerklasse) geschlüsselt ist. Die zweite Zuschlagsart "MWSt-Korrektur 19%" wird analog angelegt, enthält aber einen Artikel, der mit vollem Steuersatz geschlüsselt ist.
Nun muss nur noch die Korrektur erfolgen:
Im Fußbereich wird die Differenz zwischen tatsächlichem Nettobetrag und Soll-Netto-Betrag eingetragen:
Der Netto-Betrag des Beleges ändert sich hierdurch nicht, dafür aber der Bruttobetrag.
Die Rechnung sieht dann letztlich so aus:
Das heißt, durch diese Korrektur wurde die fehlende MWSt "zugebucht". Endbetrag und Steuern sind jetzt korrekt ausgewiesen.
Umgekehrt gilt das gleiche natürlich für zu viel gezahlte MWSt; wäre also der höhere Betrag mit 19% versteuert und die Stückliste daher zunächst komplett mit 19% MWSt berechnet, würde die Betragskorrektur negativ ausfallen, d.h. die Steuer nach unten korrigiert werden.
Manuell lässt sich ein solcher Rechenaufwand nicht bewältigen, aber Ihr Fachhändler kann Ihnen für eine solche Berechnung eine Anpassung der Office Line anbieteten: Die Berechnung lässt sich komplett mit einem Addin erledigen, d.h. es ist keine Modifikation der Office Line notwendig.
Aus Transparenzgründen ist es allerdings empfehlenswert, das Print-Addin entsprechend anzupassen, so dass die MWSt-Anteile einer Stückliste ausgewiesen werden, und ggf. der Druck der Korrekturpositionen auf dem Rechnungsbeleg unterdrückt wird, um die Kunden nicht zu verwirren. Und wer soll eine solch kompexe Rechnung schon verstehen, außer dem Steuerprüfer bzw. dem Finanzamt, das letztlich dafür verantwortlich ist...
Die mehr oder weniger offizielle Empfehlung dazu lautet: Verwenden Sie den Steuersatz, dessen größter Anteil in der Stückliste enthalten ist.
Beispiel: Eine Stückliste "Mittagessen" enthält eine Schnitzel und eine Cola, zusammen für 8 Euro zzgl. MWSt. Wenn man davon ausgeht, dass das Schnitzel einen "normalen" Verkaufspreis von 5 Euro, die Cola 3 Euro hätte, so würde man der Empfehlung folgend der Stückliste "Mittagessen" den Steuersatz des Schnitzels, hier also 7% zuordnen.
Ein Imbiss, der nun ausschließlich solche oder ähnliche Menüs anbietet, hätte damit quasi durchgehend 7% Mehrwertsteuer, da die Lebensmittel in der Regel einen höheren Wert als die Getränke haben. Es beschleicht einem ein gewissen Unbehagen und der Gedanke, dass das nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann.
Mittlerweile sind auch Fälle bekannt, in denen die Finanzbehörden und Wirtschaftsprüfer diese Handhabung beanstanden. Typischerweise werden Stücklisten nämlich so konfiguriert, dass der niedrigere Steuersatz gerade überwiegt. Dem Fiskus entgeht so je nach Firmengröße ein erheblicher Betrag an Steuereinnahmen.
Wie kann man dieses Problem nun beheben?
Ein Anruf bei der Hotline ergab folgende Vorgehensweise: Verwenden Sie keine Stücklisten oder akzeptieren Sie die vorgenannte Regelung.
Die bessere Alternative ist es, eine Mehrwertsteuerkorrektur vorzunehmen.
Das kann über zwei Zuschlagsarten erfolgen, die im Fuß des Beleges eingetragen werden.
Nehmen wir noch einmal unser Beispiel: Schnitzel für 5 Euro, Cola für 3 Euro.
Die korrekte Summenbildung wäre:
Schnitzel 5 Euro + 7% MWSt. = 5,35 Euro
Cola 3 Euro + 19% MWSt. = 3,57 Euro
----------------------------------------
Summe: 8,92 Euro
Die Office Line würde allerdings 8 Euro + 7% = 8,56 Euro ausweisen.
Solange das Finanzamt die Nachzahlung der falsch berechneten Mehrwertsteuer nicht verlangt, ist alles ok; letztlich wäre aber im Falle einer Nachzahlung das Unternehmen dafür verantwortlich.
Wie können Sie das Problem nun lösen?
Legen Sie zwei Zuschlagsarten an: "MWSt-Korrektur 7%" und "MWSt-Korrektur 19%"
Die Zuschlagsart "MWSt-Korrektur 7%" enthält einen Artikel "MWSt-Korrekturartikel 7%", der mit ermäßigtem Steuersatz (Steuerklasse) geschlüsselt ist. Die zweite Zuschlagsart "MWSt-Korrektur 19%" wird analog angelegt, enthält aber einen Artikel, der mit vollem Steuersatz geschlüsselt ist.
Nun muss nur noch die Korrektur erfolgen:
Im Fußbereich wird die Differenz zwischen tatsächlichem Nettobetrag und Soll-Netto-Betrag eingetragen:
MWSt-Korrektur 7% -3 Euro zzgl. 7% = - 3,21 Euro
MWSt-Korrektur 19% 3 Euro zzgl. 19% = 3,57 Euro
Der Netto-Betrag des Beleges ändert sich hierdurch nicht, dafür aber der Bruttobetrag.
Die Rechnung sieht dann letztlich so aus:
Mittagsmenü 8 Euro zzgl. 7% = 8,56 Euro
--------------------------------------------------
MWSt-Korrektur 7% -3 Euro zzgl. 7% = - 3,21 Euro
MWSt-Korrektur 19% 3 Euro zzgl. 19% = 3,57 Euro
--------------------------------------------------
Summe: 8,92 Euro
Das heißt, durch diese Korrektur wurde die fehlende MWSt "zugebucht". Endbetrag und Steuern sind jetzt korrekt ausgewiesen.
Umgekehrt gilt das gleiche natürlich für zu viel gezahlte MWSt; wäre also der höhere Betrag mit 19% versteuert und die Stückliste daher zunächst komplett mit 19% MWSt berechnet, würde die Betragskorrektur negativ ausfallen, d.h. die Steuer nach unten korrigiert werden.
Manuell lässt sich ein solcher Rechenaufwand nicht bewältigen, aber Ihr Fachhändler kann Ihnen für eine solche Berechnung eine Anpassung der Office Line anbieteten: Die Berechnung lässt sich komplett mit einem Addin erledigen, d.h. es ist keine Modifikation der Office Line notwendig.
Aus Transparenzgründen ist es allerdings empfehlenswert, das Print-Addin entsprechend anzupassen, so dass die MWSt-Anteile einer Stückliste ausgewiesen werden, und ggf. der Druck der Korrekturpositionen auf dem Rechnungsbeleg unterdrückt wird, um die Kunden nicht zu verwirren. Und wer soll eine solch kompexe Rechnung schon verstehen, außer dem Steuerprüfer bzw. dem Finanzamt, das letztlich dafür verantwortlich ist...
Sonntag, 7. Februar 2010
Office Line unter Windows 7
Dass Windows 7 stabil und zuverlässig läuft und damit erfolgreich das eher "gescheiterte" Vista ablöst, dürfte mittlerweile bekannt sein. Die Frage, die sich unweigerlich stellt, ist, welche Versionen der Sage Office Line unter Windows 7 laufen.
Ich habe dazu alle Versionen ab 4.0 getestet: Office Line 4.2 (Version 4 2010), Office Line 5.0 (Evolution 2009) und Office Line 5.1 (Evolution 2010) laufen einwandfrei und lassen sich auch problemlos installieren.
Anders sieht es bei Office Line 4.0 aus. Der Versuch einer Installation wird mit der Meldung quittiert, dass die Installation unter diesem Betriebssystem nicht unterstützt wird. Durch Kopieren der Installations-CD und Modifikation einer Setup-Datei kann man diese Hürde noch nehmen. Der Installer läuft dann durch. Allerdings scheitert man kurz danach: Die Benutzeranmeldung funktioniert nicht (nur mit "sa" User kann man die Office Line starten) und das Liveupdate läuft nicht durch. Letzteres versucht das .NET Framework zu installieren. Dieses ist in Windows 7 jedoch integriert, d.h. das Liveupdate bekommt die Rückmeldung, dass das .NET Framework nicht installiert werden kann und bricht dann ab. Die Office Line 4.0 auf meinem Windows 7 Entwicklungsrechner ist daher auf dem Stand von Mitte 2009 stehen geblieben. Sie läuft zwar und erfüllt den Zweck, dass Module darauf entwickelt und getestet werden können, für den Produktivbetrieb ist diese Version jedoch nicht zu gebrauchen. Für Sage wäre es eine Kleinigkeit, das Liveupdate der 4.0 anzupassen und unter Windows 7 auf die Installation von .NET zu verzichten, aber man will wohl den Leidensdruck für die Updates auf die aktuellen Versionen nicht unnötig gering halten...
Ich habe dazu alle Versionen ab 4.0 getestet: Office Line 4.2 (Version 4 2010), Office Line 5.0 (Evolution 2009) und Office Line 5.1 (Evolution 2010) laufen einwandfrei und lassen sich auch problemlos installieren.
Anders sieht es bei Office Line 4.0 aus. Der Versuch einer Installation wird mit der Meldung quittiert, dass die Installation unter diesem Betriebssystem nicht unterstützt wird. Durch Kopieren der Installations-CD und Modifikation einer Setup-Datei kann man diese Hürde noch nehmen. Der Installer läuft dann durch. Allerdings scheitert man kurz danach: Die Benutzeranmeldung funktioniert nicht (nur mit "sa" User kann man die Office Line starten) und das Liveupdate läuft nicht durch. Letzteres versucht das .NET Framework zu installieren. Dieses ist in Windows 7 jedoch integriert, d.h. das Liveupdate bekommt die Rückmeldung, dass das .NET Framework nicht installiert werden kann und bricht dann ab. Die Office Line 4.0 auf meinem Windows 7 Entwicklungsrechner ist daher auf dem Stand von Mitte 2009 stehen geblieben. Sie läuft zwar und erfüllt den Zweck, dass Module darauf entwickelt und getestet werden können, für den Produktivbetrieb ist diese Version jedoch nicht zu gebrauchen. Für Sage wäre es eine Kleinigkeit, das Liveupdate der 4.0 anzupassen und unter Windows 7 auf die Installation von .NET zu verzichten, aber man will wohl den Leidensdruck für die Updates auf die aktuellen Versionen nicht unnötig gering halten...
Sonntag, 15. November 2009
Office Line 2011 - 20xx
Vergangene Woche (12./13.11.2009) fand die Sage Partner 2009 statt. In der BMW Welt in München trafen sich hunderte von Sage Partnern, um das Neueste über die Produkte und Services der Sage zu erfahren.
intellicon war als Developer Partner Aussteller und präsentierte die beiden Module Zoll-ATLAS-Schnittstelle (siehe auch http://www.zoll-einfach.de/) und die neue Multi-Shop-Schnittstelle (http://www.multi-shop-schnittstelle.de/), mit der auf Basis der Office Line Daten oder externer Daten mehrere Shops nahtlos in die Office Line integriert und gemanaged werden können.
Zurück zur Sage Office Line und das Wichtigste hier in einer kurzen Zusammenfassung:
intellicon war als Developer Partner Aussteller und präsentierte die beiden Module Zoll-ATLAS-Schnittstelle (siehe auch http://www.zoll-einfach.de/) und die neue Multi-Shop-Schnittstelle (http://www.multi-shop-schnittstelle.de/), mit der auf Basis der Office Line Daten oder externer Daten mehrere Shops nahtlos in die Office Line integriert und gemanaged werden können.
Zurück zur Sage Office Line und das Wichtigste hier in einer kurzen Zusammenfassung:
- Die Office Line wird auch intern mehr "gebrandet" werden; sprich: Das Sage Logo und -Design wird sich auch mehr und mehr innerhalb der Anwendung wiederfinden. Designer entwickeln derzeit Icons und Grafiken für die einheitliche Gestaltung der Anwendung. Gleichzeitig sehen dann auch die Produkte Sage CRM, Classic Line, Act etc. ähnlicher aus.
- Der Office Line bleibt das Access Frontend erhalten, es wird aber in den nächsten Jahren mindestens ein weiteres UI (User-Interface) hinzukommen. Der Applikationsserver wird hierzu erweitert und stellt zukünftig die Geschäftslogik dar. Dadurch ist dann ein Web-Client auf Basis von HTML "problemlos" erstellbar; auch zahlreiche Drittanbieterlösungen können auf die Services zugreifen und individuelle Anwendungen in unterschiedlichen Umgebungen erstellen.
- Der Startbildschirm der Office Line soll zukünftig nicht mehr leer sein: Gadgets, die auch von Drittanbietern erstellt und integriert werden können, sollen bereits beim Anwendungsstart Informationen geben und eine Steuerung der Office Line erlauben. Die Gadgets können mit der Office Line interagieren, d.h. sowohl Daten aus der Office Line darstellen (z.B. eine OP-Liste), als auch Funktionen der Office Line aufrufen (z.B. Verkaufsauskunft).
Man trägt damit der Tatsache Rechnung, dass sich immer mehr Anwendungen heute so verhalten, also bereits beim Start eine Übersicht über Benutzeraufgaben und die geschäftliche Situation geben.
Der Startbildschirm wird benutzerdefinierbar sein, d.h. jeder Anwender kann sich seine Funktionen nach Bedarf zusammenstellen. - Die Classic Line wird datenbankseits auf mySQL migriert und auch das Benutzerinterface wird verbessert werden. Eine Zusammenführung CL / OL wird es nicht geben. Damit ist die "gute alte Classic Line" vorerst gerettet.
Donnerstag, 5. November 2009
Elster Umsatzsteuervoranmeldung funktioniert nicht -was tun?
Lästig und immer wieder mal an der Tagesordnung: Die Umsatzsteuervoranmeldung über Elster kann nicht übertragen werden. Was kann man tun und wie funktioniert die Elster-Übertragung überhaupt?
In der Office Line wird die Umsatzsteuervoranmeldung durch das UVA-Addin errechnet. Die errechneten Zahlen werden dann an das von den Finanzbehörden bereitgestellte Elster-Modul übergeben.
Da die Elster-Dateien des öfteren aktualisiert werden, kann es immer wieder zu Problemen kommen, wenn eine falsche Version vorliegt.
Sollte die UVA nicht funktionieren, hilft i.d.R. folgende Vorgehensweise:
Ich biete im Rahmen eines Pauschalpreises (59,00 EUR + MWSt) die Behebung eines Problems mit der Umsatzsteuervoranmeldung an, unabhängig vom Zeitaufwand, der tatsächlich erforderlich ist. Bei Interesse können Sie hier Ihre Anfrage stellen: http://www.intellicon.de/index.php?id=emailsupport
Kommentare und Ergänzungen zu diesem Beitrag sind wie immer erwünscht!
In der Office Line wird die Umsatzsteuervoranmeldung durch das UVA-Addin errechnet. Die errechneten Zahlen werden dann an das von den Finanzbehörden bereitgestellte Elster-Modul übergeben.
Da die Elster-Dateien des öfteren aktualisiert werden, kann es immer wieder zu Problemen kommen, wenn eine falsche Version vorliegt.
Sollte die UVA nicht funktionieren, hilft i.d.R. folgende Vorgehensweise:
- Liveupdate einspielen; alternativ: Elster.dll manuell aus der Sage Knowledgebase laden und tauschen, danach registrieren (mit c:\windows\system32\regsvr32.exe).
Die Elster.dll befindet sich unter c:\programme\sage\office line\x.x\shared\
wobei x.x die Version der Office Line ist (z.B. 4.0 oder 5.1). Die Office Line kann natürlich auch in einem anderen Verzeichnis installiert sein (suchen Sie ggf. die OLStart.exe). - Die Elsterdateien der Finanzbehörden löschen:
Diese befinden sich in c:\programme\gemeinsame dateien\Sage KHK Shared\
alle Dateien außer dem evtl. vorhandenen Verzeichnis Protokolle können gelöscht werden - Danach die UVA mit Elster Funktion ausführen. Das UVA Modul lädt jetzt zunächst die Elster-Dateien von den Finanzbehörden (das kann ein paar Minuten dauern), danach sollte die Übertragung funktionieren.
Ich biete im Rahmen eines Pauschalpreises (59,00 EUR + MWSt) die Behebung eines Problems mit der Umsatzsteuervoranmeldung an, unabhängig vom Zeitaufwand, der tatsächlich erforderlich ist. Bei Interesse können Sie hier Ihre Anfrage stellen: http://www.intellicon.de/index.php?id=emailsupport
Kommentare und Ergänzungen zu diesem Beitrag sind wie immer erwünscht!
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